In der letzten Zeit sind im deutschsprachigen Raum einige anarchistische Medien gekeimt, die GaiDao etwa, oder auch das Betriebsinfo von https://syndikalismus.wordpress.com/. Mittlerweile ist die Nummer 2 des Betriebsinfos erschienen undwährend ich die erste Nummer praktisch nicht beachtet habe, wollte ich auf diese einen Blick werfen.
Für das Betriebsinfo gilt was auf dem Blog steht:
“Das Betriebsinfo ist ein Infoblatt für LohnarbeiterInnen, PraktikantInnen, Prekäre und Erwerbslose. In der Regel werden sich aus dem Syndikalismus-Blog ausgewählte Beiträge im Betriebsinfo wieder finden. “
Es handelt sich, wie hier deutlich wird, um ein eher schnell zu verteilendes Flugblatt, als um ein detailreiches, auf Qualität bedachtes Medium. Wie ich nicht anders erwartet habe, fand ich einiges an diesem Infoblatt kritikwürdig und möchte versuchen diese Kritik hier konstruktiv niederzuschreiben.
(Continued)
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Was Bildung betrifft, bin ich eine lebendige Evidenz eines marxschen Gedankens: Klasse, im Sinne des ökonomischen Aspekts der sozialen Position, bestimmt (zumindest: beeinflusst) die Ansichten.
Meine Eltern sind in ihrer Klasse aufgestiegen. Meine Großeltern mütterlicherseits waren aus der Arbeiter_innenklasse, später gelangen es ihnen einen Greißler, was in Deutschland Tante-Emma-Laden genannt wird, aufzubauen. Monetär waren sie somit wohl eher in den Mittelklassen anzusiedeln, den Habitus der Arbeiter_innenklasse zeigten sie jedoch weiterhin. Meine Mutter arbeitete schließlich als Beamtin und Frühpädagogin. Diese Berufe, insbesondere der letztere, standen an der Kippe der Mittelklasse. Schlecht bezahlt, aber doch staatlich und sicher. Endgültig in die Mittelklasse stieg meine Mutter erst mit zwei weiteren Schritten auf: Sie wurde Lehrerin und studierte. Deutlich zu sehen: Bildung als elementarer Bestandteil der sozialen Mobilität. (Continued)
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Sonntag, Februar 12, 2012
Yet another stupid article on the tactic called “Black Bloc” has been published. It is not exactly what the world has needed to become a better place, but I think it is an exemplary case for the contracditions and ideology behind those articles, which tend to pop up every time there seems to be broader movement accepting the tactic. These articles almost never have a clue about the history or usefulness of the black bloc tactic, but still know that they are one of the problems keeping us from (peaceful) revolution. This time the broader movement is the occupy movement, the author of the black bloc bashing article is Chris Hedges and the titel is “Black Bloc: The Cancer in Occupy”. (Continued)
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Nach meiner “teilnehmenden Beobachtung” an einem Semester Soziologie an der Uni Goettingen komme ich zu folgendem, vorläufigen Ergebnis: Dem kritischen [1] Denken und kritischer Soziologie am abträglichsten war/ist das Prinzip der schriftlichen, standardisierten Prüfung. (Continued)
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Mittwoch, Januar 18, 2012
Nachdem ich schon länger nichts gepostet habe, zwei kleine Fundstücke aus meinem Notizbuch, das sonst eigentlich nur meiner eigenen Nutzung dient. Als solche bleiben sie auch Fragmente und sind eher als Denkanstoß, als als Grundlage gedacht. (Continued)

Stencil-Bild von Carlo Giuliani | Quelle: rachefuercarlo.blogsport.de
Am 16. Juli 2001 starb Carlo Giuliani durch die Schüße eines Polizisten. Zehn Jahre ist es her, doch Carlo wurde nicht vergessen.
Zahlreiche dezentrale Aktion und eine offen geplante, aber unangemeldete Demonstration am Lausitzer Platz in Berlin, sollen sein Andenken hochhalten.
Und immer wieder bei der Mobilisierung für diese Aktion tauchen drei Wörter auf: Rache für Carlo!
Rache? Ist Rache wirklich eine politische Kraft, die wir nutzen und auf unsere Fahnen schreiben wollen? (Continued)
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Es gibt viele Symbole für die anarchistische Bewegung, das A im O, die schwarze Fahne… einige sind auch weniger bekannt, wie zum Beispiel die schwarze Rose. Dabei hat es so viele Vorzüge, eine positive, wenn auch etwas romantisierende Konnotation, die Beschreibung als organisch und die schwarze Rose wächst aus ihren Wurzeln.
Um die Black Rose of Anarchy wieder etwas aufleben zu lassen, habe ich nun einige Grafiken zusammengestellt. Unteranderem ein neues Logo für diesen Blog:
Es wäre nett wenn ihr mit diesem Logo auf meinen Blog verlinken würdet inem ihr diesen Code an passender Stelle einbettet:
<a href="http://yaab.noblogs.org"> <img align="center" src="http://yaab.noblogs.org/files/2011/06/yaab-rose-klein.png" /> </ a>
Hier gibt es das Logo auch als skalierbares PDF. (Continued)
Illegalismus, der sich grob als eine Theorie beschreiben lässt, die Kriminalität als politisches Mittel aufnimmt, stammt aus einer individualistischen und egoistischen Variante des Anarchismus. Sie lässt sich bis zu Max Stirner zurückverfolgen, der schrieb:
“Nun stellt sich die Sache so: wenn ein Verbrechen auch weder Mir, noch irgend einem derjenigen, an welchen Ich Anteil nehme, den geringsten Schaden brächte, so würde Ich dennoch gegen dasselbe eifern. Warum? Weil Ich für die Sittlichkeit begeistert, von der Idee der Sittlichkeit erfüllt bin; was ihr feindlich ist, das verfolge Ich. Weil ihm der Diebstahl ohne alle Frage für verabscheuungswürdig gilt, darum glaubt z.B. Proudhon schon mit dem Satze: »Das Eigentum ist ein Diebstahl«, dieses gebrandmarkt zu haben. Im Sinne der Pfäffischen ist er allemal ein Verbrechen oder mindestens Vergehen.” (Stirner 1981: 84) (1)
Stirner versuchte hiermit zu zeigen, dass ein Verbrechen nicht zu verfolgen wäre, nur weil es ein Verbrechen sei. Dies lässt sich als Frontalangriff auf das Befolgen von Gesetzen um der Gesetze Willen, also nicht aus eigenem Willen, verstehen. (Continued)
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Wieder einmal kann ich einen von mir gestalteten Sticker präsentieren, diesmal mit einem antifaschistischen, bzw. antinationalistischen Anspruch und Ziel. Als Grundlage dient ein Zitat aus Max Stirners “Der Einzige und sein Eigentum”: “Volksglück ist – mein Unglück” (S. 257 der aktuellen Reclam Ausgabe)
Der Sticker betont also die Verwirklichung des Einzelnen und streicht dessen Unmöglichkeit in einer völkisch bzw. national orientiereten Gesellschaft heraus. (Continued)
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Wie vielleicht einigen aufgefallen ist, habe ich einen Text bei derstandard.at veröffentlicht. Das war möglich da sie im Moment Leserkommentare veröffentlichen, unentgeltlich. Mein Artikel, der auf einem ursprünglich bei systempunkte.org erschienen basiert, wurde allerdings von der Redaktion gekürzt und minimal abgeändert. (Continued)
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