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Ein Mailwechsel mit der Grünen Partei Österreichs

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Wer war mit dabei? Die Grüne Partei! Wer verrät uns nie? Die Anarchie!

(weil sie nichts verspricht)

 

Am 19. 07 erreicht mich ein EMail mit dem Betreff “Wir legen dann mal los!” von der Grünen Partei Österreichs. Offensichtlich hatte ich irgendwann ein Mal leichtsinnigerweise meine EMail-Adresse hinterlassen, vermutlich bei einer Petition gegen die FPÖ oder ähnlichem. Das Mail entpuppte sich wenig überraschend als eine Werbemail, eine Aufruf zur Partizipation, einem “offenen” Dialog, wie ihn Grüne Parteien gerne inszenieren. Da sie mich doch glatt zu mitmachen aufriefen, habe ich ihnen meine Meinung geschickt und, soviel sei verraten, sie zu ihrer Selbstauflösung aufgefordert. Nun wider Erwarten wurde mir geantwortet worauf ich wiederum antwortete. Aber lest selbst. (Anmerkung: Ich habe alle Namen entfernt, auch meinen eigenen bürgerlichen. Ansonsten habe ich die EMail im Original, was sich auch an einigen Rechtschreib- so wie Satzzeichenfehlern bemerkbar macht.) (Continued)

Vortrag: Anarchismus und Organisation

Am 29. 8. werde ich in Wien in der anarchistischen Bibliothek einen Vortrag zu Anarchismus und Organisation halten. Auf der Seite der anarchistischen Bibliothek findet sich auch schon ein Ankündigungstext von mir:

 

Vortrag mit Diskussion
Mi. 29.08.2012 20:00 (Continued)

Streik mit Raketen und Zwillen

Kurzer Text von mir zu den derzeitigen Arbeitskämpfen in Asturien, zuerst bei systempunkte.org erschienen. (Continued)

Ein Programm für den Sommer

Wenn ihr noch keine Pläne für den Sommer habt, aber gerne hättet, gibt es einige Veranstaltungen, die auf dem anarchistischen Radar auftauchen:

 

An erster Stelle steht wohl das “Rencontre Internationale de l’Anarchisme – St-Imier 2012″, also das internationale anarchistische Zusammentreffen in St. Imier. Laut meinen Informationen, das erste dieser Art seit 1984 Venedig. Es findet vom 8 bis zum 12 August statt. Weitere Informationen finden sich hier: anarchisme2012.ch

Ebenfalls im August und zwar vom 24. bis zum 26. findet die zweite Limesse (=libertäre Medienmesse) statt. Es wird zahlreiche Aussteller_innen  aus dem linksradikalen und anarchistischen Spektrum sowie interessante Veranstaltungen geben. Weitere Informationen finden sich hier: limesse.de

Leider zeitgleich ist die Gedenkdemo an das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen am 25/26- August, siehe: rassismus-toetet.de

Am 29. August halte ich dann in der anarchistischen Bibliothek eine Vortrag zu Anarchismus und Organisation: http://yaab.noblogs.org/post/2012/07/25/vortrag-anarchismus-und-organisation/

Etwas akademischer wird es wohl bei der 2. Konferenz des Anarchist Studies Network: Registrierung ist für Erwerbslose/Studierende frei, die Unterkunft kostet. Statt findet das ganze vom 3.-5. September an der Loughborough University. Mehr Infos: www.anarchist-studies-network.org.uk

Ebenfalls akademisch aber näher ist die Konferenz der Max Stirner Gesellschaft, diese findet am 28 und 29. September in Bonn statt. Kontakt kann über die Seite der Gesellschaft aufgenommen werden: msges.de

 

Wie in Kommentaren schon angemerkt wurde gibt es auf Indymedia eine Liste von Camps, die diesen Sommer stattfinden (auch in den Kommentaren auf indy stehen einige): http://de.indymedia.org/2012/06/331482.shtml

Diese Liste wird eventuell erweitert.

Neue Technologien, neue Repression, neue Angst

Vor wenigen Tagen wurde die “Nummer 2″ von Al-Kaida, Abu Yahya al-Libi, nach offiziellen Angaben der USA von einer Drohne getötet. Nachrichten wie diese machen mir Angst. Nein, nicht weil ich mit Al-Kaida unter einer (ideologischen) Decke stecke. Patriarchale, antisemitische, religiös-ideologische Organisationen sind Feind, nicht Freund, wenn ich es in dieser Dichotomie ausdrücken darf. Doch auch wenn ich nichts mit Al-Kaida zu tun habe außer Gegensatz: Ich habe Angst.

(Continued)

Angela Davis – von kritischer Theorie zum kritischen Widerstand

Für ein Seminar zum Thema Intersektionalität habe ich letztes Semester eine kleine Ausarbeitung zur Person Angela Davis, einer marxistischen Vertreterin des Black Feminism, angefertigt. Diese möchte ich nun hier bereitstellen.

Zuerst jedoch noch einige selbstkritische Worte: Der Text steht in einer herrschaftlichen Tradition, lange Zeit und weitgehend heute noch, wird die Geschichte von Männern* geschrieben. Wenn Frauen* überhaupt vorkommen, so praktisch nie aus ihrer eigenen Perspektive heraus. Auch dieser Text wurde nun von einer männlich* vergesellschafteten Personen verfasst und führt damit diesen patriarchalen Zustand gewissermaßen fort. Dennoch halte ich es für sinnvoller und emanzipatorischer, die Geschichte des Feminismus aufzuarbeiten (auch aus meiner Perspektive), als sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen.

Text zu Angela Davis als PDF downloaden.

Zur Betriebsinfo #3

Ich habe bereits zur Betriebsinfo #2 einen Artikel geschrieben, der zu einer gewissen Kontroverse geführt hat und mit einem Artikel meinerseits vorerst ihr Ende gefunden hat. Auf diese Kontroverse wird auch im Text Bezug genommen.

 

Mittlerweile ist die Nummer 3 der Betriebinfo von syndikalismus.wordpress.com erschienen. Und weil ich zur letzten Nummer sehr viel Kritik geäußert habe, möchte ich eingangs betonen, dass ich bei dieser Nummer weniger zu bekritteln habe.

So scheint mir zum Beispiel der vorgestellte Text von Rudolf Rocker weniger zweifelhaft als jener von Johann Most. Kritisch soll zwar angemerkt sein, dass mit Rocker erneut ein relativ alter Autor präsentiert wird, aber dieser kann durchaus zu den Klassiker_innen gezählt werden. Zudem ist Rockers Werk momentan aufgrund eines Rechtsstreits besonders in den Blick geraten. Siehe mehr dazu hier. (Continued)

Neue ideologische Kämpfe

Wer neben all den Wahlen (in Griechenland, Frankreich, Schleswig-Holstein und Armenien) in den letzten Tagen noch andere Nachrichten gelesen hat, ist vermutlich über die Auseinandersetzungen zwischen militanten Salafisten und der rassistischen ProNRW bzw. der Polizei, die letztere schützte, gestolpert.

Der TAZ zufolge kam es bei zwei Veranstaltungen der ProNRW in Solingen und Bonn zu Ausschreitungen, nachdem die Redner eine der berühmt-berüchtigten Mohammed-Karikaturen hergezeigt hatte. Im Vergleich zu den 1. Mai Demos dieses Jahres war zwar eine kleine Zahl an Personen beteiligt, die Gewalt dafür jedoch relativ stärker. Die Salafisten warfen Steine die ProNRW-Aktivist_innen riefen “Abschieben, abschieben”.  In Bonn kam es zu einer richtigen Straßenschlacht. Polizist_innen wurden schwer verletzt durch Messerstiche (vermutlich durch Salafisten).

(Continued)

Zum Personal der kapitalistischen Ausbeutung

Nachdem ich schon letztens eine kleinere Debatte mit syndikalismus.wordpress.com hatte (siehe hier und hier), habe ich auf ihrem Blog einen Beitrag veröffentlicht um eine Positionen, die ich bezogen hatte noch einmal von Grund auf darzulegen. Im Anschluss möchte ich diesen Text dokumentieren:

 

In den letzten Jahren haben gewisse Teile der radikalen Linken in Deutschland versucht die Personalisierung kapitalistischer Ausbeutung in eben dieser radikalen Linken zurückzudrängen. Stichworte ist hierbei die „verkürzte Kapitalismuskritik“.
In diesem Kontext möchte der Texte eine kurze Darstellung des Verhältnisses von personalen Spielräumen und kapitalistischer Ausbeutung bieten. Dabei kann nur ein kleiner Ausschnitt der real äußerst komplexen Verhältnisse erfasst werden. Es sollte als nur Grundstock an Begrifflichkeiten und Zusammenhängen gelegt werden.
Um diesen Grundstock zu bilden, werden im Folgenden zwei Modelle gegenübergestellt und verdeutlicht wo die Unterschiede zwischen dem Verständnis einer „personalisierten Ausbeutung“ und einem wechselseitigen Modell liegt.
Mit dieser Gegenüberstellung soll ein Stück klarer gemacht werden, was es denn eigentlich bedeutet, wenn eine Darstellung als „verkürzt“ bezeichnet wird. In der letzten Zeit wurde dieses Konzept teilweise so beliebig gebraucht, dass es seine Diskussionswert zu verlieren droht. Schließlich muss bedacht werden, dass ein jedes Modell der realen Verhältnisse eine Vereinfachung dieser darstellt. (Continued)

Zur Antwort zur Kritik zur Betriebsinfo #2

Zur Erläuterung: Anfang April erschien die Nummer #2 des Betriebsinfos, ich schrieb eine Kritik hierzu, mittlerweile haben die Autor_innen von syndikalismus.wordpress.com darauf geantwortet (als Kommentar auf meinem Blog und auf ihrer eigenen Seite unter dem ursprünglichen Artikel). Hier ist nun mein Kommentar zu ihrem Kommentar zu meinem Kommentar zur ihrer Flugschrift.

 

Da diese Diskussion mittlerweile unübersichtlich zu werden droht, möchte ich sie thematisch aufspalten. Dabei sehe ich drei Hauptthemen, mit Unterthemen:
1.) Personenwahl

  • auf welche Personen berufen wir uns?
  • mit welchen Personen treten wir auf?

2.) Personalisierung kapitalistischer Ausbeutung

  • Ist Personalisierung kapitalistischer Ausbeutung problematisch?
  • Kann bzw. muss der Machtunterschied der aus einer Klassengesellschaft resultiert ignoriert werden?

3.) Gendern

(hier habt ihr meine Kritik angenommen) (Continued)